Ein besonderes Märchen…

Veröffentlicht: 18. Januar 2017 von Anke Fischer in Kreatives Schreiben
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Im Kreativ Schreiben-Kurs an der VHS Bremen schrieb die Teilnehmerin Simone Stegmann ein ganz besonderes Märchen.
Viel Spaß beim Lesen:

Hans im Glück…

Es war einmal ein Bauernsohn namens Hans, der seinem Herrn einige Jahre treu gedient hatte, aber dann Heimweh nach seiner Mutter bekam. Er bat den Herrn um die Auszahlung des Lohns und erhielt einen Goldklumpen, der so groß war wie sein eigener Kopf. Er knotete ihn in sein Tuch und machte sich auf den Weg nach Hause.
Das Gehen aber wurde ihm bald sehr mühsam, denn das Gold war schwer, und er schwitzte und stöhnte unter der Last.
Da begegnete Hans einem Reiter auf einem schönen Pferd und sagte: „Ihr habt es gut, Ihr könnt reiten, während ich mich hier so schrecklich plage und abschleppe.“

„Was schleppst du denn?“ fragte der Reiter.
„Einen Goldklumpen“, sprach Hans, wickelte das Gold aus und präsentierte seinen Schatz voller Stolz dem Reiter.
Das Gold funkelte in der Sonne, als ein lauter Peitschenknall ertönte und das Rumpelstilzchen auf einem wilden, schwarzen Hengst daher geritten kam.
Rumpelstilzchen ergriff sich flink den kostbaren Klumpen und jagte mit wildem Triumphgeheul davon. Den Rest des Beitrags lesen »

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Es giert und lodert

Veröffentlicht: 13. November 2015 von Anke in Veröffentlichung
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Unsere Anthologie ist fertig!

„Es giert und lodert“
Von Todsünden und anderen Abgründen

Der Mensch mit seinen Lastern hat es uns angetan. Und hierbei die besonders schwerwiegenden Arten der Laster, die sieben Todsünden, wie sie im Katechismus der katholischen Kirche heißen. Das Kirchendokument listet als Ursache für schwere Sünden die sieben Charaktereigenschaften auf: Hochmut (Eitelkeit), Geiz (Habgier), Wollust (Genusssucht), Zorn (Rachsucht), Völlerei (Maßlosigkeit), Neid (Eifersucht), Faulheit (Feigheit). Gibt sich ein Mensch ihnen hin, werden ihn seine Handlungen auf Abwege führen, weit weg von menschlich-ethischem Verhalten. Um sich der Sünden schuldig zu machen, so heißt es aber auch, muss der Mensch sie mit vollem Bewusstsein oder mit freiem Willen begangen haben. Hat er das in unseren Geschichten? Und: Hat der Mensch grundsätzlich einen freien Willen und weiß er stets, warum er etwas tut?
In unseren Geschichten erzählen wir von Menschen und anderen Wesen mit allerhand Lastern, die sich auf Abwegen befinden und denen vielfältige Charaktereigenschaften zur Seite stehen. In ihnen spiegeln sich die Todsünden, aber auch die Tugenden. Wir finden in unseren Geschichten keine klaren, eindeutigen Abgrenzungen – nur Möglichkeiten eines gelebten Lebens.

24 Geschichten über die Abgründe und das Leben!

Titel Todsünden

Prosit

Darauf stoßen wir an!

Zu sechst eine Geschichte

Veröffentlicht: 13. November 2015 von Anke in Kreatives Schreiben
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In der Schreibwerkstatt am Mittwoch schrieben wir spielerisch kreativ zu sechst an einer Geschichte. Wie funktioniert das?
Jeder schreibt drei Sätze zu der Geschichte hinzu, die er von dem/der NachbarIn erhalten hatte. Möglichst die Geschichte fortführen und ihr neue Wendungen geben, war die Aufgabe. Und natürlich spielerisch den schönsten Unfug erfinden.

Der erste Satz einer jeden Geschichte war vorgeschrieben: Der Wind wehte stark aus Westen.

Schwund 

Der Wind wehte stark aus Westen. Heiner Zajong prüfte die Takelage, bevor er die Segel setzte. Die kleine Jolle nahm schnell Fahrt auf und verließ kurz darauf den Hafen. Als er die letzte Boje passierte, die die Einfahrt zum Hafen markierte, klemmte er die Pinne mit einem Seil fest und zündete sich ein Zigarette an. (JanB)

Doch die Gischt löschte die Glut sofort. Er fluchte. Dann versuchte er es noch einmal & ein weiteres mal. Schließlich schmiss der Marlboro-Man frustriert die Packung & das Feuerzeug über Bord. (Jochen)

Der Regisseur seufzte. Bei diesem Wind konnte konnte man keine vernünftigen Werbespots für Zigaretten drehen. Also her mit den bunten Wetterjacken. Reklame für für Regenjacken. (Andrea)

„Marie, schminke ihn um. Vom Urban-Cowboy auf kosmopolitischen Yuppie. Ich will, dass er so aussieht, als würde sich sein work-life Balance genau in der Waage befinden. Nach los, jetzt mach schon. Time is money!“ (Maike)

Heiner Zajong stieg aus dem Boot. Als er den Fuß auf den Steg setzen wollte, fuhr eine Windbö in seine Jacke und warf ihn nieder. Das Marlboro-Model landete im dunklen Wasser und war sofort in den Tiefen verschwunden. (Anke)

Der Regisseur wartete kurz, zuckte dann mit den Achseln. „Der nächste!“, rief er nach hinten, wo die Ersatzschauspieler sich zitternd zusammendrängten. Immer war irgendwas… (Wolfgang)

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Reizwortgeschichte mit den Wörtern:

grün – fressen – schlammfarben – Schokolade – Froscheier – entledigen

Der Rausschmiss (Erzählperspektive interner, personaler Erzähler)
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»Verdammter Mist, sie kann mich doch nicht einfach aus dem Zelt schmeißen – mitten in der Nacht.«, dachte Friedhelm laut vor sich hin. Was musste Carola auch dieses blöde Spiel vorschlagen?! Nur, weil sie sich beim Camping immer langweilte: »Truth or Dare«

»Wie?«, Das Spiel kannte Friedhelm nicht.
»Na, Action ou Vérité.« Carola hob die Augenbrauen.
»Und auf Deutsch?« fragte Friedhelm und dachte ‚Du verwöhnte Bildungsbürgertums-Schnalle‘.
»Na, Wahrheit oder Pflicht!« antwortete Carola und rollte ihre Augen gegen die schlammfarbene Decke des Zeltes. Mit dieser ‚Mein Gott, bin ich mit einem ungebildeten Mann verheiratet‘-Mine.
Na gut, dann spielen wir eben Wahrheit oder Pflicht. Und gleich mit ihrer ersten Frage hatte sie es geschafft, sich seiner zu entledigen: »Bist Du während unserer Ehe schonmal fremd gegangen?«
Vor Schreck wurde Friedhelm ganz grün im Gesicht und spuckte die heiße Schokolade auf den Zeltboden. Den Rest des Beitrags lesen »

Schönheit & Reichtum

Veröffentlicht: 11. März 2015 von Anke Fischer in SchreibNächte
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Texte zum Thema „Schönheit“ und „Reichtum“,
die in der 1. Bremer SchreibNacht im November 2014
entstanden sind:

Schreibnacht 2
Foto: Andrius Batalauskas

 

SCHÖNHEIT

Schön! Dann soll es wohl so sein! Ihre Abschiedsworte klangen mir noch lange nach und machten sich in meinem Herzen breit. Schwermut lastete auf meinem Gemüt. Ich hatte dem nur meine Trotzigkeit entgegenzustellen. Schön! Dann soll sie doch gehen, ich sage auf Nimmerwiedersehen. Was macht es mir denn schon, wenn sie meine Liebe nicht zu schätzen weiß. Ich komme allein zurecht, aber sie? Sie tauscht doch unsere aufregende Zweisamkeit gegen ihre selbst gewählte Einsamkeit. Den Rest des Beitrags lesen »

Noch mehr Cocktails… Reizwortgeschichten

Veröffentlicht: 6. März 2014 von Anke Fischer in Kreatives Schreiben
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Erneut galt es, eine Geschichte aus fünf willkürlich gewählten Worten innerhalb kürzester Zeit zu schreiben.
Die SchreiberInnen aus der Mittwochswerkstatt nahmen „Brille – Lichtschalter – Kalender – müde – Schmetterlinge“ lässig zu sich, mixten kräftig und kreierten wieder einmal ganz unterschiedliche Cocktails: Den Rest des Beitrags lesen »

Wort-Cocktail frisch aus der Bar!

Veröffentlicht: 3. März 2014 von Anke Fischer in Kreatives Schreiben
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Aufgabe in der Schreibwerkstatt war es, eine kurze, knackige Geschichte zu schreiben, in denen fünf vorgegebene Begriffe auftauchen. Zeit: 15 Minuten.

Die fünf Begriffe waren:
Narzisse, Blau, Sauerrahm, Stehlampe, Schuh

Und das kam heraus: Den Rest des Beitrags lesen »