Camera obscura

Veröffentlicht: 8. August 2012 von Anke in Sommerakademie 2012, Werkstätten

Auf der Suche
nach dem einen
Blick
nie gesehen
vorher
nicht geahnt
doch erhofft
in jedem
Öffnen der
Blende
der eine Blick
der mir zeigt
aus dem
Dunkel heraus
wie die
Welt wirklich
ist

Das Fotopapier ist störrisch.
Es nimmt nur das auf, was es will.
Nicht die Natur in Farbenfülle, nicht den Blick und Ausschnitt,
den der Erbauer mit Lineal und Pappe sich erdachte.
Das Fotopapier wählt seine Ansicht im Einklang mit dem schmalen Spalt, den die Kamera ihm gibt.
Es trotzt dem Angebot.
Wählt das Licht, das sich einbrennt.
Gibt die Form frei, die es spürt.
Und lacht aus der Dunkelheit der Betrachterin ins Gesicht.
Das ist Deines.
Das bist Du.

                                                                                                                                Lisa Barth

Vorbild der Lochkamera

Wann das Phänomen zum ersten Male entdeckt wurde, ist nicht bekannt.
Wahrscheinlich wurde die Camera Obscura immer wieder neu entdeckt.

Ein umschlossener Raum ist von Natur aus dunkel – obskur.

Vielleicht war der Zugang durch einen dichten Vorhang verschlossen.

War ein Loch im Vorhang? Ließ eine punktförmige Öffnung Licht hinein?
Nach den Gesetzen der Optik findet da eine Beugung des Lichts statt.
Was draußen von der Sonne beleuchtet wird, dessen Abbild fällt durch die Lochblende auf die gegenüberliegende Wand.
Es steht steht auf dem Kopf, verändert sich, so wie das Objekt sich verändert.

(Peter Glötzel, 2012_07_27)

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