Rätsel, Rätsel

Veröffentlicht: 3. Januar 2014 von Anke Fischer in Rätsel

1. Rätsel:
Vorankündigung
Wie ein Pfeil,
der nicht einhalten mag,
gleite ich dahin,
der rettenden Zukunft entgegen.
Meine heiseren Schreie
verheißen den Bleibenden
eine eisige Zeit. Den Rest des Beitrags lesen »

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„Das ist was?“ Keinesfalls leichte Rätsel zur Weihnachtszeit

Veröffentlicht: 16. Dezember 2013 von Anke Fischer in Rätsel
Schlagwörter:,

1. Rätsel:

Sie sollten schnell sein, wenn mich in meiner „Totengestalt“ sehen wollen.
In meinem längeren Lebensabschnitt bin ich Verlockung und Werben, werden bewundert und befingert und gedrückt.
Aber, und das ist das gemeine: es geht dabei überhaupt nicht um mich. Ich werbe nicht für mich, und meine Werbung ist für meinen Tod. Den Rest des Beitrags lesen »

Die erste Lehrerin

„Händchen falten, Schnabel halten!“   Bis weit über die letzte Reihe hinaus schallte ihr Ruf. Da stand sie, vorn am Pult, mit einem Kreidestummel in der Rechten. Funkelnde Augen strichen über die Schülerköpfe. Das leiseste Murmeln erstarb unter diesem Blick. Dann sahen wir nur noch ihre blonde Dauerwelle, hörten Kreide quietschen, schreien, atmeten feuchtes Linoleum. Den Rest des Beitrags lesen »

Der Besucher

Veröffentlicht: 27. Juni 2013 von Anke Fischer in Kreatives Schreiben

Ein gellender Schrei riss ihn aus seinen Gedanken. Hellwach saß er auf der Bank und blickte sich um. Niemand war zu sehen. Der Weg zur Linken gähnte vor Leere. Der Garten rechts lag reglos in der Sonne. Es war still. Er lauschte angestrengt, doch er hörte nichts. Kein Rascheln der Blätter. Kein Hundegebell. Selbst die Grillen schienen mit starren Beinen und stummen Flügeln in den Olivenbäumen zu sitzen. Den Rest des Beitrags lesen »

Stell Dir vor Du bist ein Tier…

Veröffentlicht: 8. Mai 2013 von Anke in Parallelwelten

Ich bin eine Stubenfliege. Stubenfliegen genießen eine gewisse Sympathie unter dem menschlichen Geschlecht. Das ist ein gutes Gefühl, von solch einem großen Lebewesen geachtet, ja vielleicht sogar gemocht zu werden.
Aber ich werde mich doch jetzt erst mal genauer vorstellen:
Ich bin eine weibliche Stubenfliege, zart und anmutig, wie mir schon einige meiner Verehrer versichert haben. Den Rest des Beitrags lesen »

Das Ei

Veröffentlicht: 17. April 2013 von Anke in Fantastisches, Kreatives Schreiben

Ein Anfang für alle… und jeder schreibt seine Geschichte!

Das Ei 

Es lag vor ihr auf einer Rosette aus grünen Blättchen. Lange schmale rote Blätter umschlossen es sanft und schützten es vor Blicken. Sie hatte es dennoch entdeckt und drückte die roten Blätter vorsichtig auseinander. Das Ei war mit seiner grünen Schale gut getarnt. Es schien wie jede andere Ei. Als sie aber genauer hinsah, bemerkte sie ein rötliches Leuchten, das aus dem Inneren kam. Sie beugte sich über das Ei. Das Leuchten schien zu pulsieren. Und mit jedem Pulsieren leuchte es heller. Sie fixierte das Ei für einige Minuten, konnte aber hinter der Schale nicht erkennen. Dann erfasste sie ein Geruch. Ein süsslicher Duft, der die Nasenhöhle entlang wanderte und in die Stirn stieg. Als er dort ankam, spürte sie, wie ihr Blick verschwamm. Das Pulsieren aus dem Inneren des Eies wurde stärker. Den Rest des Beitrags lesen »

Mein Zwilling

Veröffentlicht: 10. April 2013 von Anke in Parallelwelten

Als Kind war ich mit Zwillingen befreundet, die sich so sehr ähnelten, dass selbst ihre Mutter sie nicht auf den ersten Blick auseinanderhalten konnte. Aber – das Besondere an meinen Freundinnen war, dass jede für sich allmählich ganz eigene Vorlieben und Charaktereigenschaften entwickelte, was den Umgang mit ihnen besonders interessant machte.

Heute erlebe ich, dass ich in mir, in meiner einen Person, einen Zwilling habe, der ganz eigene Wege geht. Während ich als vorsichtige, zurückhaltende, abwartende Frau bekannt bin, geht mein Zwilling abenteuerliche, kapriziöse Wege, nimmt kein Blatt vor den Mund und lässt sich zu Aktionen hinreißen, die mein erstes Ich als höchst egoistisch oder einfach als peinlich werten würde. Ich sage „würde“, denn mein Zwilling ist mir dabei so sympathisch, dass ich ihm einfach nichts übel nehmen kann. Im Gegenteil, mein Zwilling verschafft mir Erlebnisse, die ich absolut nicht missen möchte. Seit ich meine Zwillingsfrau an meiner Seite habe, wird das Leben immer bunter. Und trotzdem möchte ich nicht einfach nur mit ihr tauschen, denn gern ruhe ich mich wieder bei meinem ersten Ich aus.

H.S.S.